Herzlich willkommen auf der Konferenzseite des Verbandes der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands
(VPU e.V.)

Internationale Online-Konferenz 25. August 2022 I 19:00 - 21:00

Thinking Nursing Globally
Nursing Shortage, Challenges and Solutions

Der Verband der Pflegedirektorinnen und Pflegedirektoren der Universitätskliniken und Medizinischen Hochschulen Deutschlands e.V. und das Netzwerk Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung veranstalten am Abend des 25. August 2022 eine Online-Konferenz, um das Thema der weltweiten Pflegepersonalsituation zu diskutieren. Ziel der Konferenz ist es, eine gemeinsame Austauschplattform mit Pflegeexpert:innen und Manager:innen aus verschiedenen Ländern zu schaffen, um Best Practices, Lessons Learned und hemmende Faktoren global zu eruieren. Der Schwerpunkt der Veranstaltung liegt auf dem gegenseitigen Lernen der teilnehmenden Länder in Bezug auf deren Umsetzung und Strukturen, um dem Mangel an Pflegefachpersonal entgegenzuwirken. Die Konferenz richtet sich an das Pflegemanagement aller Ebenen im klinischen Bereich.

Schirmherrschaft

Die kostenlose Online-Konferenz findet über Zoom Events statt. Für die Anmeldung ist eine kostenlose Registrierung bei Zoom erforderlich. Die Konferenz wird nur in englischer Sprache abgehalten.

Download programme international conference

Grußwort der Schirmherren

Howard Catton Chief Executive Officer International Council of Nurses

Im Namen des International Council of Nurses (ICN) und unserer über 130 nationalen Krankenpflegeverbände danke ich Ihnen für die Ausrichtung dieser äußerst wichtigen Konferenz, die sich mit dem weltweiten Arbeitskräftemangel befasst, der meiner Meinung nach die größte Bedrohung für die Gesundheit der Zukunft darstellt. Der Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über den Zustand des Pflegepersonals in der Welt meldete für 2018 einen Mangel von fast sechs Millionen Pflegefachpersonen.

Im jüngsten ICNM-Bericht „Sustain and Retain in 2022 and Beyond“ wird argumentiert, dass sich der Mangel „aufgrund von COVID-19-bedingten Krankheiten, Burnout, Abwesenheit, reduzierten Arbeitszeiten und Frühverrentung“ noch verschärfen wird. Der ICN ist der Ansicht, dass der Mangel an Pflegekräften in den nächsten Jahren bis zu 13 Millionen betragen könnte, wenn nicht sofort Maßnahmen ergriffen werden. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig die Gesundheit für alle Aspekte unseres Lebens ist, nicht nur für unsere körperliche und geistige Gesundheit, sondern auch für unsere Fähigkeit, mit Freunden und Familien zusammen zu sein und in Gemeinschaften zu leben, die sicher und geschlossen sind, was ebenfalls zu unserem Glück, unserer Sicherheit und unserem Schutz beiträgt. Die Ereignisse, die sich in Europa und der Ukraine abspielen, sowie die schrecklichen Ereignisse in Tigray, Afghanistan, Myanmar und anderswo zeigen, wie wichtig Pflege und Gesundheit für unser Leben sind und dass Gesundheit und Frieden untrennbar miteinander verbunden sind. Diese Ereignisse haben uns auch gezeigt, welch schrecklichen Tribut Pandemien, Kriege, Konflikte und Naturkatastrophen für unser Pflegepersonal bedeuten. Die Pandemie hat zu hohen Infektionsraten unter den Pflegekräften geführt, zu mindestens 180.000 tragischen Todesfällen unter den Beschäftigten des Gesundheitswesens, zu enormen psychischen Belastungen, Missbrauch und Gewalt. Wir wissen, was wir tun müssen. In den Strategischen Leitlinien der WHO für das Pflege- und Hebammenwesen heißt es ganz klar: „Wir müssen in die Ausbildung von Pflegekräften, in Arbeitsplätze für Pflegektäfte und in Führungspositionen in der Pflege investieren.“ Der ICN hat in seiner Veröffentlichung „Invest in Nursing and Respect Rights to Secure Global Health“ zwei weitere Ziele hinzugefügt: Schutz der Sicherheit von Pflegekräften und Investitionen in die Gesundheit und das Wohlbefinden von Pflegekräften. Die Publikation enthält praktische Maßnahmen, die Länder, Pflegekräfte und andere ergreifen können, um die politischen Prioritäten in die Tat umzusetzen.

Der Mangel an Pflegekräften kann nicht länger ignoriert werden. Jetzt ist es an der Zeit, zu handeln! Ich danke dem Netzwerk für Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung des VPU für das Aufzeigen dieses kritischen Themas. Ich wünsche Ihnen allen eine produktive Diskussion.

Howard Catton, CEO, International Council of Nurses (ICN)

Der International Council of Nurses, dem der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe DBfK e.V. als Mitglied angehört, hat in seinem Bericht „Sustain and Remain and Beyond 2022“ dargelegt, dass wir weltweit mit einem großen Mangel an Pflegenden zu rechnen haben.

Der Titel der Veranstaltung „Thinking Nursing Globally“ ist in dieser Hinsicht sehr gut gewählt. Pflege kann nicht begrenzt gedacht werden – denn wir gefährden Gesundheit in vielen Ländern und schwächen globale Gesundheit, wenn der Mangel an Pflegepersonen die betroffenen Länder dazu bewegt, in großem Stil Pflegepersonen aus anderen Ländern anzuwerben. Es müssen andere und übergreifende Wege gefunden werden, dem Mangel in der beruflichen Pflege – auch gerade in Deutschland – zu begegnen. Diese Tagung kann dazu wichtige Beiträge beisteuern.

Dr. Bernadette Klapper, Bundesgeschäftsführerin

Referent:innen

Sechs Expert:innen aus unterschiedlichen Ländern berichten jeweils zu ihrem Gesundheitssystem und Pflegeausbildungssystem sowie dem Pflegepersonalschlüssel (Qualifikationsmix in den pflegerischen Versorgungsteams), Konsequenzen, Lösungen im klinischen Setting.

Rodolfo C. Borromeo, EdD (Philippinen)

Rodolfo C. Borromeo ist Vizepräsidentin der Pflegedirektion im Manila Doctors Hospital und Lehrbeauftragter an verschiedenen Hochschulen (University of Manila; Arellano University; St. Paul University; Concordia College) 

Den gesamten Lebenslauf finden Sie hier: CV_Borromeo

Prof. James Buchan
(England)

Prof. Buchan ist Senior Fellow bei der Health Foundation. Außerdem ist er außerordentlicher Professor am WHO-Kollaborationszentrum für Krankenpflege an der University of Technology, Sydney (UTS), Australien.

Den gesamten Lebenslauf finden Sie hier: CV_Buchan

Dr. Timothy Carrigan
(USA)

Dr Timothy Carrigan ist Chief Nursing Officer (CNO) und Vizepräsident für Patientenversorgung am Loyola University Medical Center.

Den gesamten Lebenslauf finden Sie hier: CV_Carrigan

Helle Dokken
(Deutschland)

Helle Dokken ist Pflegedirektorin an der Universitätsmedizin Göttingen.

Den gesamten Lebenslauf finden Sie hier: CV_Dokken

Kasia Przylepa
(Polen)

Kasia Przylepa ist u.a. als Dozentin in der Fremdsprachenabteilung  der Medizinischen Universität Lublin, Polen tätig.

Den gesamten Lebenslauf finden Sie hier: CV_Przylepa

Sixtus Ruyumbu Safari (Tansania)

Sixtus R. Safari ist Vorsitzender der Tanzania Critical Care Nurses Association (TCCNA) und Vorstandsmitglied der African Federation of Critical Care Nurses.

Den gesamten Lebenslauf finden Sie hier: CV_Sixtus

Organisationsteam der Internationalen Konferenz

Dr. phil. Manuela Bergjan

Pflegewissenschaft- und entwicklung, Charité – Universitätsmedizin Berlin und Professorin für Pflegewissenschaft an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften, Berlin

Dr. Uli Fischer

Leiter der Abteilung für Klinische Pflegeforschung und Qualitätsmanagement an der LMU Klinikum München, stellvertretender Sprecher des Netzwerks Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung

Dr. Shiney Franz

Pflegewissenschaftlerin an der Universität Klinikum Göttingen und Verwaltungsprofessorin für Pflege an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAWK), Göttingen

Andreas Kocks

Pflegewissenschaftler am Universitätsklinikum Bonn, Sprecher des Netzwerks Pflegewissenschaft und -praxisentwicklung im VPU

Nina Kolbe

Pflegewissenschaftlerin am Universitätsklinikum Münster, stellvertretende Sprecherin des Netzwerks Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung

Dr. Peter Nydahl

Pflegewissenschaft und -entwicklung,
Universitätsklinikum Schleswig- Holstein, Kiel

Jennifer Luboeinski

Koordinatorin zur Unterstützung des Netzwerkes Pflegewissenschaft und Praxisentwicklung im VPU e.V.